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Qoole Quanten auf der Langen Nacht der Wissenschaft 2024

Am Samstag, den 04. Mai 2024, öffnete Augsburg erneut seine Türen für die Lange Nacht der Wissenschaft. Inmitten des ehrwürdigen Goldenen Saals des Augsburger Rathauses präsentierte das DLR_School_Lab Universität Augsburg mit dem Outreach-Team des Projekts “ConQuMat – Forschung zu verschränkter Quantenmaterie” ihren Stand „Qoole Quanten“. Die Gäste wurden dort in eine Welt voller Geheimnisse und Phänomene entführt, die unsere Vorstellungskraft herausfordern.

Qoole Quanten – Spielerisch kennenlernen

Ein Höhepunkt des Abends war zweifellos die Möglichkeit, das komplexe Thema Quanten auf eine spielerische und interaktive Weise zu erfahren. Ausgestattet mit Tablets konnten die Besucherinnen und Besucher der Geschichte lauschen und die fiktive Person Mia auf ihrer Reise durch die faszinierende Welt der Quanten begleiten. Dabei lernten sie zwei Quantenphänomene, die Superposition und die Verschränkung, kennen und konnten ihr Verständnis dazu durch bei einer Partie Quanten-Tiq Taq Toe vertiefen. Dieses Spiel, bei dem die “Messung” erst am Ende erfolgt und die Symbole erst dann ihren endgültigen Platz finden, sorgte für spannende und überraschende Momente, wenn die Spielerinnen und Spieler herausfanden, ob sie nicht doch im letzten Augenblick gewonnen haben.

Was haben Weintrauben mit Magnetismus zu tun?

Ein weiterer faszinierender Programmpunkt beschäftigte sich mit dem Thema Magnetismus, unterstützt durch die Expertise der Experimentalphysik der Universität Augsburg. Hier erlebten die Besucherinnen und Besucher mit konkreten Beispielen nicht nur den alltäglichen Ferromagnetismus, sondern auch eher unbekannte Magnetismusformen wie den Diamagnetismus. Ein Highlight war sicherlich das Weintraubenpendel, das zeigte, dass selbst alltägliche Objekte wie Weintrauben auf magnetische Kräfte reagieren können. Die Tatsache, dass Weintrauben zu einem Großteil aus Wasser bestehen und dieses diamagnetisch ist – und damit von einem Magneten abgestoßen werden und sich im Kreis drehen können – eröffnete den Besuchern eine völlig neue Perspektive auf die Welt um sie herum. Mit dem gleichen Phänomen lässt sich auch eine Bleistiftmine zum Schweben bringen und in einer magnetbesetzten Schiene umherschnellen. Diese kleine Magnetschwebebahn kann man auch mit einfachen Mitteln zu Hause nachbilden!

Magnetspaß für Groß und Klein

Besonders die jüngsten Gäste waren begeistert von der interaktiven Station, die mit Unterstützung des MINTCluster4 angeboten wurde. Hier konnten sie ein eigenes „Gravimeter“ bauen und dadurch das faszinierende Zusammenspiel von Gewichtskraft und magnetischer Abstoßungskraft erleben. Ein schwebender Stift, dessen Konstruktion verschiedene Kräfte darstellt, (wie z.B. die Anziehungs- und Abstoßungskraft von Magneten sowie die Schwerkraft), sorgte ebenfalls für staunende Gesichter und begeisterte Ausdrücke der Kinder.

Vorlesungen wie in der Uni

Neben den interaktiven Stationen gab es auch spannende Einblicke in die aktuelle Forschung. Professor Dr. Markus Heyl von der Theoretischen Physik begeisterte das Publikum mit einem Vortrag, in welchem er Parallelen zwischen Vogelschwärmen und Quanten bzw. Vielteilchensystemen vorstellte. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt und die Neugierde an diesem faszinierenden Thema war greifbar. Im Anschluss kamen viele Besucherinnen und Besucher zu uns an den Stand, um ihr Interesse weiter zu vertiefen und sich über die komplexen Zusammenhänge auszutauschen.

Viereinhalb Stunden lang wurde geredet, erzählt, erklärt, gespielt und diskutiert, ohne dass es für das Team eine Pause gab. Der Andrang war teilweise überwältigend! Wir vom Outreach-Team waren beeindruckt von der Begeisterung und dem Interesse der Besucher an den Themen von ConQuMat. Die Lange Nacht der Wissenschaft war zweifellos ein voller Erfolg und wir hoffen, dass wir auch in Zukunft viele Menschen für die faszinierende Welt der Quanten begeistern können.

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