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Vier Tage MINT zum Anfassen – ConQuMat erneut bei der zweiten MINT-Summer School an der Universität Augsburg dabei

22 MINT-begeisterte Schülerinnen und Schüler haben im Juli 2026 an der zweiten MINT-Summer School der Universität Augsburg teilgenommen. Ziel der Veranstaltung war es, insbesondere Oberstufenschülerinnen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihnen mögliche Studien- und Berufswege aufzuzeigen. Vier Tage lang erhielten 18 Schülerinnen und vier Schüler Einblicke in Forschung, Studium und Campusleben – mit vielen Gelegenheiten, selbst zu experimentieren und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.

 

Physik erleben – mit zusätzlichem Beitrag aus ConQuMat

Einen ersten fachlichen Schwerpunkt bildete die Physik. Mehrere Experimentalgruppen des Instituts für Physik präsentierten unter der Organisation von Dr. Philip Ettlinger ihre Forschung und gaben den Jugendlichen Einblicke in aktuelle physikalische Fragestellungen. Vorträge zu Zukunftstechnologien und Kernfusion wechselten sich dabei mit anschaulichen Experimenten ab. Flüssiger Stickstoff, Supraleiter und Plasma machten unterschiedliche Bereiche moderner Physik unmittelbar erlebbar.

Ergänzt wurde das Programm des Instituts für Physik durch Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Forschungsprojekt ConQuMat. Sie vermittelten den Jugendlichen anschaulich, wie aktuelle Forschung an Quantenmaterialien aussieht und welche besonderen physikalischen Eigenschaften solche Materialien besitzen können. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Magnetismus und Supraleitung. Die Teilnehmenden konnten mit flüssigem Stickstoff experimentieren und die besonderen Eigenschaften supraleitender Materialien kennenlernen. Dabei blieb es nicht bei theoretischen Erklärungen: In einem Labor konnten die Schülerinnen und Schüler selbst an der Herstellung eines supraleitenden Materials mitarbeiten und so einzelne Schritte von den Ausgangsmaterialien bis zum fertigen Material nachvollziehen.

Die beteiligten ConQuMat-Forschenden nahmen sich zudem Zeit, die physikalischen Hintergründe verständlich zu erklären, Fragen zu beantworten und Einblicke in ihre eigene Forschungsarbeit zu geben. So konnten die Jugendlichen erfahren, wie Grundlagenforschung an Quantenmaterialien in der Praxis funktioniert und wie theoretisches Wissen, Materialherstellung und experimentelle Untersuchung zusammenspielen.

 

 

Weitere Einblicke in Mathematik und Materialwissenschaften

Neben der Physik lernten die Teilnehmenden weitere MINT-Fachrichtungen der Universität Augsburg kennen. In der Mathematik beschäftigten sie sich unter anderem mit der Simulation von Elektronenbahnen, Wellenphänomenen, Wahrscheinlichkeiten, platonischen Körpern und Parkettierungen und konnten verschiedene mathematische Fragestellungen selbst erkunden.

Am Institut für Materials Resource Management erhielten sie Einblicke in Materialprüfung, Robotik, Künstliche Intelligenz und unterschiedliche Herstellungsverfahren. An mehreren Praxisstationen durften sie beispielsweise eine Handspritzgussmaschine ausprobieren, einen Roboter durch ein Labyrinth steuern oder 3D-Druck, CFK-Matten und die Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse kennenlernen.

Auch das Campusleben gehörte zum Programm. Bei einer Führung erhielten die Jugendlichen Informationen zu Studienmöglichkeiten, Studienalltag und verschiedenen Angeboten der Universität.

 

Als „Materialdetektive“ auf der Suche nach Zukunftstechnologien

Begleitet wurde die gesamte Woche von einer gemeinsamen Aufgabe: Als „Materialdetektive“ untersuchten die Teilnehmenden eine selbst gewählte Zukunftstechnologie aus ihrem Alltag. Dabei beschäftigten sie sich mit den darin verwendeten Materialien, den zugrunde liegenden mathematischen und physikalischen Größen sowie mit der Frage, wie die jeweiligen Technologien nachhaltiger gestaltet werden könnten.

Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse zu Themen wie Brennstoffzellen, Smartphones und Magnetschwebebahnen. Prof. Dr. Christine Kuntscher, Beauftragte für Gleichstellung von Frauen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät und Teil des Projekts ConQuMat, überreichte anschließend die Teilnahmezertifikate.

Die zweite MINT-Summer School bot den Schülerinnen und Schülern damit die Möglichkeit, unterschiedliche Bereiche der MINT-Forschung aus nächster Nähe kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. Mit den Beiträgen zum Programm des Instituts für Physik ermöglichte ConQuMat den Jugendlichen dabei einen besonderen Einblick in die aktuelle Forschung.

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